Silhouetten von Mann und Frau aus rostigemm Eisen

Mann. Frau. Miteinander.

Wir sind verschieden. Und genau darin liegt etwas Wunderbares.

Mann und Frau. Männlich und weiblich. Nähe und Freiheit. Kraft und Hingabe. Führen und sich anvertrauen. Zwei Pole, die einander nicht bekämpfen müssen, sondern sich begegnen dürfen.

Nur schleppen wir ziemlich viel mit in diese Begegnung.

Vorstellungen davon, wie ein Mann zu sein hat. Wie eine Frau sein soll. Was Stärke bedeutet. Was Liebe verlangt. Wer führen darf, wer nachgeben muss und wer dafür zuständig ist, dass es allen gut geht.

Der liabe Bua, der funktioniert, hilft und schluckt, damit er geliebt wird.

Das liabe Madl, das sich anpasst, trägt und zurücknimmt, damit Verbindung erhalten bleibt.

Und irgendwo darunter zwei Menschen, die vielleicht längst spüren:

So möchte ich eigentlich gar nicht mehr leben.

Mich interessiert ein anderes Miteinander.

Männer, die ihre Kraft nicht verstecken und sie auch nicht beweisen müssen. Frauen, die ihre Kraft nicht kleiner machen, um liebenswert zu bleiben. Menschen, die ihre männlichen und weiblichen Seiten kennenlernen und leben – ohne daraus die nächste Rolle zu bauen.

Es geht um Eigenständigkeit und Verbindung. Um Polarität. Um Grenzen. Um Begehren, Nähe, Klarheit und Freiheit.

Und um die Möglichkeit, einander wirklich zu begegnen.

Nicht als der Mann, der man sein sollte.
Nicht als die Frau, die man sein sollte.

Sondern als Mann. Als Frau. Als Mensch.

Vielleicht beginnt genau dort ein neues Miteinander.

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