Helden & Urweiber No. 5

Blog Helden & Urweiber No. 5 - Statue einer meditierenden Frau auf einem Sockel

Lilith wollte nicht unten liegen – über Sex, Macht und das Spiel echter Polarität

Weißt du, warum Lilith aus dem Paradies geschmissen wurde?

Nicht, weil sie böse war. Nicht, weil sie sündigte.

Sondern weil sie nicht immer unten liegen wollte.

Ja. Ganz banal. Lilith wollte nicht immer die sein, die empfängt. Sie wollte auch mal oben sein. Führen. Geben.

Und das – meine Lieben – war damals schon zu viel des Guten. Also weg mit ihr. Aus dem Paradies. Rein mit Eva, die brav die Beine zusammenhält und sich bitteschön unterordnet. So ungefähr wurde das Drehbuch geschrieben, das uns bis heute im Nacken sitzt.

Lilith oder Eva? Wer bist du?

In fast jeder Session, die ich mit Klient:innen führe, stelle ich irgendwann die Frage:

„Wer war die erste Frau der Welt?“

Die meisten sagen: „Eva.“

Falsch. Es war Lilith.

Und weißt du, warum Lilith rausflog?

„Weil sie nicht immer unten liegen wollte.“

Dann kommen diese ratlosen Gesichter.

Ich setze noch eins drauf:

„Ja – einmal der Gigel und einmal der Gogel. Einmal bumse ich dich, einmal werde ich gebumst. Das ist Polarität. Das ist echtes Spiel.“

Und spätestens da wachen meine Klient:innen auf.

Sex ist Macht. Macht ist Spiel.

Wir reden hier nicht nur von Stellungen. Wir reden von Macht. Freiheit. Lust. Hingabe.

Die patriarchale Welt hat Sexualität auf eine Einbahnstraße reduziert:

  • Der Mann führt.
  • Die Frau liegt.
  • Alles andere gilt als schmutzig oder verboten.

Doch echte Männlichkeit heißt Führen können. Und echte Weiblichkeit heißt Führen wollen.

Und beides darf sich abwechseln.

Das Spiel echter Polarität

Ein echter Mann kann sich hingeben. Und eine echte Frau kann ergreifen.

Manchmal bin ich der Held, der nimmt. Der führt. Der seine Kraft zeigt.

Manchmal bin ich der, der sich hingibt. Der vertraut. Der empfängt.

Genauso bei Frauen:

  • Mal wollen sie gehalten werden.
  • Mal wollen sie dominieren.
  • Mal wollen sie einfach nur spielen.

Aber was tun wir stattdessen? Wir klammern uns an uralte Rollenbilder:

  • Männer, die Angst haben, schwach zu wirken.
  • Frauen, die Angst haben, als Schlampe abgestempelt zu werden.

Doch das Spiel echter Polarität braucht Mut. Und es braucht die Bereitschaft, alles von sich zu zeigen: die Lust, die Zärtlichkeit, die Kraft, die Hingabe.

Dualseelen – die härteste Bühne für Polarität

Dualseelen wissen, wovon ich rede.

Da ist eine sexuelle Spannung, die dich zerreißt. Eine Anziehung, die fast wehtut.

Doch genau dort liegt der Schatz. Denn Dualseelen kommen oft auf die Welt, um diese alten Schatten aufzulösen:

  • Scham.
  • Schuld.
  • Machtkämpfe.
  • Angst vor echter Nähe.

Doch genau dort liegt der Schatz. Denn Dualseelen kommen oft auf die Welt, um diese alten Schatten aufzulösen:

Jeder Mann ist eingeladen, Pionier von echter Männlichkeit zu sein.
Jede Frau ist eingeladen, Pionierin von echter Weiblichkeit zu sein.

Mein Fazit

Lilith wollte nicht unten liegen. Und weißt du was? Sie hatte verdammt nochmal recht.

Weil es nicht darum geht, immer oben oder immer unten zu sein. Es geht darum, das Spiel zu lieben.

  • Einmal führst du.
  • Einmal wirst du geführt.
  • Einmal bist du der Gigel.
  • Einmal der Gogel.

Und genau darin liegt die Kraft echter Männer. Und die Magie echter Urweiber.

Alles andere ist nur eine billige Kopie des Paradieses.

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