nackig no. 5

Mikroblog nackig no. 5 - Nahaufnahme von Walter Rizek in Schwarz/Weiß mit Text darüber

nackig no. 5 – Ich bin Vegetarier.

Ich bin Vegetarier.
Nicht aus Moral.
Nicht aus Ideologie.
Nicht wegen der armen Schweinderln
oder den Pipihenderln.

Sondern wegen mir.

Ich habe gelesen.
Ich habe geschaut.
Ich habe mir Zeug reingezogen –
Bücher, Studien, Videos.
Und dann habe ich gesagt:
Probier’s aus.“

Nicht aus Überzeugung.
Sondern aus Neugier.
Und aus Eigenverantwortung.

Was dann passiert ist,
war ziemlich eindeutig:
Mein Körper hat reagiert.

Klarer.
Leichter.
Weniger Entzündung.
Weniger Schwere.
Mehr Ruhe im System.

Ich unterscheide heute sehr klar
zwischen Lebensmitteln
und Futtermitteln für Menschen.

In Lebensmitteln stecken
die Mittel zum Leben.
Energie. Information. Aufbau.

Vieles, was heute als Nahrung verkauft wird –
inklusive eines Großteils der Fleischproduktion –
ist aber nichts anderes
als Futtermittel.
Kalorien ja.
Leben nein.

Dem Körper Fleisch zuführen, heißt:
Harnsäure.
Belastung.
Übersäuerung.
Langfristig Stress für Gelenke, Gewebe, Stoffwechsel.
Das ist kein spirituelles Märchen,
das ist Biochemie.

Und ja –
es gibt noch eine zweite Ebene.
Eine, die man nicht messen muss,
um sie zu spüren.

Tiere, die Stress haben.
Angst.
Panik.
Schlachtung unter Zeitdruck.

Und so, wie heute Fleisch produziert wird,
begeht der Mensch keine Ernährung,
sondern eine Schweinerei.

Das ist nicht nur unmenschlich
für den, der schlachtet
und für den, der geschlachtet wird.

Es ist eine verdammte Sauerei am Tier.

Und ja –
das alles ist Information.
Und die landet im Fleisch.
Faktisch.
Und energetisch.

Will ich mir das zuführen?
Nein.
Will ich das in meinem System haben?
Auch nein.

Nicht aus Mitleid.
Sondern aus Selbstachtung.

Warum ich dann nicht vegan bin?
Ganz einfach:
Weil ich kein Dogmatiker bin.

Ein Ei.
Ein Stück Parmesan.
Feta im Salat.
Ja.
Darf sein.

Die Dosis macht das Gift.
Und Freiheit hört dort auf,
wo Ideologie beginnt.

Und jetzt das Wichtigste:
Es soll jeder fressen, was er will.
Ich mache das auch.

Ich halte niemanden auf.
Ich ziehe niemanden rüber.
Ich missioniere niemanden.

Wenn mich wer fragt,
sage ich gern, warum ich mir sicher bin,
dass es für mich richtig ist.

Und wenn nicht,
dann halt nicht.

Ich bin Vegetarier.
Als Konsequenz meiner Eigenverantwortung.
Und als eine der besten Entscheidungen
meines Lebens
für mein Wohlergehen.

Das hier ist nackig.
Und manchmal ist Selbstliebe
einfach die Entscheidung,
seinem Körper endlich zuzuhören.

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