nackig no. 4

nackig no. 4 – Ich bin eigenverantwortlich.
Ich habe lange geglaubt,
dass das Leben mir passiert.
Dass andere schuld sind.
Die Umstände.
Die Geschichte.
Die Vergangenheit.
Bullshit.
Ich bin der Schöpfer meines Lebens.
Nicht von allem,
was mir widerfahren ist.
Aber von dem,
was ich daraus mache.
Ich bin der Gestalter meiner selbst.
Meiner Entscheidungen.
Meiner Grenzen.
Meiner Beziehungen.
Meiner Richtung.
Und ja –
das ist manchmal unbequem.
Denn Eigenverantwortung heißt:
Ich kann niemanden mehr verantwortlich machen.
Nicht meine Eltern.
Nicht meine Ex.
Nicht das Schicksal.
Nicht das verdammte Universum.
Ich bin meines Glückes Schmied.
Und auch meines Unglücks,
wenn ich ehrlich bin.
Ich wandle meine Ängste nicht,
indem ich sie streichle.
Sondern indem ich ihnen begegne.
Indem ich hinschaue.
Indem ich aufhöre,
mich von ihnen ficken zu lassen.
Eigenverantwortung ist nicht nett.
Sie ist klar.
Sie sagt:
Reiß dich nicht zusammen – steh zu dir.
Warte nicht – entscheide.
Jammer nicht – geh.
Und genau dort
beginnt Freiheit.
Nicht die Freiheit,
alles kontrollieren zu können.
Sondern die Freiheit,
bei dir zu bleiben.
Auch wenn es ruckelt.
Auch wenn es Angst macht.
Auch wenn niemand klatscht.
Ich bin eigenverantwortlich.
Für mein Denken.
Für mein Fühlen.
Für mein Handeln.
Für mein Leben.
Für mein Lieben.
Und wenn du das auch willst,
dann begleite ich dich gern.
Nicht als Retter.
Nicht als Heiler.
Sondern als jemand,
der dir hilft,
wieder das Steuer zu übernehmen.
Das hier ist nackig.
Und Eigenverantwortung
ist der Moment,
in dem du aufhörst zu hoffen
und anfängst zu leben.