Die duale Seele & Herzspiegel No. 22

Blog Die duale Seele & Herzspiegel No. 22 - Zwei Hände vor schwarzem Hintergrund die sich fast berühren

Co-Abhängigkeit und Sexualität – warum du dich selbst verlierst, wenn du gefallen willst

Ich habe lange geglaubt, ich sei ein guter Liebhaber.

Aufmerksam.
Einfühlsam.
Rücksichtsvoll.

Einer, der darauf achtet, dass es der Frau gut geht.


Heute weiß ich:

👉 Ich war oft einfach nur angepasst.


Schon als junger Mann war da dieser Gedanke:

Nicht zu viel.
Nicht zu direkt.
Nicht fordernd.

👉 Nicht, dass sie geht.


Also habe ich gelernt zu warten.

Zu schauen.
Zu spüren.
Zu reagieren.


Und genau das habe ich mitgenommen.

In jede Beziehung.
In jedes Bett.
In jede Begegnung.


In einer ersten langen Beziehung war vieles vorsichtig.

Ein Herantasten.
Ein Ausprobieren.

Ich habe vorgeschlagen – sie hat mitgemacht.


Und ich habe gelernt, zu lesen:

Ist das jetzt gut?
Passt das?
Kommt etwas zurück?


Da war wenig Resonanz.

Wenig Ausdruck.
Wenig Rückmeldung.


Also wurde ich feiner.

Aufmerksamer.
Kontrollierter.


👉 Und ohne es zu merken, war ich nicht mehr im Erleben.

Ich war im Beobachten.


Sex wurde zu etwas, das man „richtig“ macht.

Nicht zu etwas, das man lebt.


In einer späteren Beziehung änderte sich alles.

Plötzlich war da Lust.

Offen.
Direkt.
Unmissverständlich.


Ich musste nichts mehr erraten.

Nichts mehr interpretieren.


Ich durfte einfach sein.

Und erleben.


Und das war… befreiend.


Aber auch hier kam irgendwann etwas zurück.

Nicht laut.

Nicht offensichtlich.


Subtil.


Sex wurde zur Belohnung.

Zum Timing.

Zur Pflichtübung.


Und plötzlich war ich wieder dort:

👉 vorsichtig
👉 abwartend
👉 angepasst


Der gleiche Film.

Nur ein anderes Setting.


Dann gab es Begegnungen, die frei waren.

Klar.

Ohne Anspruch.

Ohne Erwartung.


Und genau dort war es leicht.

Kein Halten.
Kein Müssen.
Kein Hoffen.


👉 Kein Raum für Co-Abhängigkeit.


Und dann kam diese besondere Verbindung.

Die, die man nicht planen kann.

Die, die man nicht erklären kann.


👉 Die Dualseele.


Dort war alles intensiver.

Tiefer.
Feiner.
Verbunden.


Unsere Körper haben sich erkannt.

Da war etwas, das sich nicht lernen lässt.


Wir waren offen.

Klar.

Wir konnten sagen, was wir wollten.

Was wir nicht wollten.


Wir haben uns Zeit genommen.

Uns erforscht.

Uns erlebt.


Und ja…

👉 es war unglaublich.


Und trotzdem war da etwas.

Ganz fein.

Fast unsichtbar.


Ich wollte, dass es ihr gut geht.

Mehr als gut.

👉 Besonders gut.


Ich wollte sie zu Höhepunkten bringen.

Zu mehreren.

Zu intensiven.


Und sie?


Sie hat Dinge getan,
von denen sie wusste, dass sie mich erreichen.


👉 Wir waren beide beim anderen.


Und genau da liegt der Punkt.


Nicht im Außen.

Nicht in der Technik.

Nicht im „wie“.


👉 Sondern im Fokus.


Ich war nicht ganz bei mir.

Sie war nicht ganz bei sich.


Wir waren…

👉 beim Geben.


Und nicht im Sein.


Ich habe das später erkannt.

Nicht im Moment.

Sondern danach.


Wenn ich zurückgeblickt habe.

Gefühlt habe.


Und gespürt habe:

👉 Da war noch mehr möglich.


Nicht mehr Technik.

Nicht mehr Intensität.


👉 Mehr Freiheit.


Heute weiß ich:

Ich habe oft Nähe gelebt,
um es dem anderen gut zu machen.


Heute erlebe ich Nähe,
um mich zu spüren.


Und das ist ein Unterschied.


Ich nehme mir.

Ich gebe mich hin.

Ich lasse zu.


Ohne zu prüfen.

Ohne zu kontrollieren.

Ohne zu bewerten.


Und genau dort passiert etwas Interessantes:

👉 Das Gegenüber kommt automatisch mit.


Nicht, weil ich es mache.

👉 Sondern weil ich da bin.


Und vielleicht ist das der wichtigste Punkt:


Du musst niemanden glücklich machen.

Nicht im Leben.
Und nicht in der Intimität.


Du darfst dich selbst erleben.


Und wenn zwei Menschen das tun…


👉 dann entsteht etwas,
das keine Anleitung braucht.


Keine Kontrolle.

Keine Strategie.


👉 Sondern einfach passiert.


Und genau dort beginnt für mich heute:

👉 echte Begegnung.


Nicht angepasst.
Nicht gesteuert.
Nicht abgesichert.


👉 Sondern frei.


Und vielleicht ist das die ehrlichste Frage,
die du dir stellen kannst:


👉 Bist du wirklich bei dir?

Oder noch immer beim anderen?


Lebe echt. Liebe frei. Heile tief.

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